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Kochen mit dem Dutch Oven – so nutzt du den Feuertopf richtig

Kochen mit dem Dutch Oven – so nutzt du den Feuertopf richtig

• Madita Bayer

Kochen mit dem Dutch Oven – so nutzt du den Feuertopf richtig

• Madita Bayer

Wer mit dem Dutch Oven kochen möchte, braucht keine komplizierte Ausrüstung – sondern vor allem das richtige Gefühl für Hitze. Denn der schwere Gusseisentopf funktioniert auf mehreren Hitzequellen: mit Briketts an der Feuerstelle, auf dem Gasgrill, im Backofen oder sogar auf geeigneten Herdplatten.

Genau das macht den Dutch Oven so vielseitig. Du kannst darin schmoren, kochen, backen, braten und frittieren. Von Schichtfleisch und Gulasch über Brot bis hin zu Eintöpfen oder vegetarischen Gerichten: Der Feuertopf speichert Hitze zuverlässig und gibt sie gleichmäßig an dein Gericht ab.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Dutch Oven benutzen kannst, welche Hitzequelle sich für welche Zubereitung eignet, wie du Briketts richtig verteilst und worauf du beim Kochen mit Gusseisen achten solltest.

Inhalt

Dutch Oven benutzen: die wichtigsten Grundlagen

Wenn du einen Dutch Oven benutzen möchtest, geht es im Kern immer um gleichmäßige Hitze. Das massive Gusseisen nimmt Wärme langsam auf, speichert sie lange und gibt sie konstant wieder ab. Dadurch eignet sich der Feuertopf ideal für Gerichte, die Zeit brauchen: Schmorgerichte, Eintöpfe, Brot, Braten, Schichtfleisch oder Pulled Pork.

Anders als ein dünner Kochtopf reagiert ein Dutch Oven nicht sofort auf jede Veränderung der Hitzequelle. Das ist beim Kochen ein großer Vorteil, weil die Temperatur im Topf stabil bleibt. Gleichzeitig solltest du dem Gusseisen etwas Zeit geben, um heiß zu werden. Zu schnelles, starkes Erhitzen ist selten nötig.

Beim Kochen mit dem Dutch Oven unterscheidest du grundsätzlich zwischen Unterhitze und Oberhitze. Unterhitze kommt von Glut, Briketts, Grill, Herd oder Backofenrost. Oberhitze entsteht, wenn du glühende Briketts auf den Deckel legst oder den Dutch Oven im geschlossenen Grill oder Backofen verwendest.

So wird der Feuertopf zu einem kleinen Ofen: Hitze kommt nicht nur von unten, sondern auch von oben und von den Seiten. Genau deshalb gelingen im Dutch Oven auch Brot, Aufläufe und Gerichte mit Kruste besonders gut.

Dutch Oven mit Briketts verwenden

Das Kochen mit Briketts gehört zu den klassischen Methoden beim Dutch Oven. Briketts lassen sich gut dosieren, brennen gleichmäßig und halten die Hitze länger als einfache Holzkohle. Dadurch kannst du die Temperatur besser kontrollieren – besonders bei Gerichten mit längerer Garzeit.

Wenn du deinen Dutch Oven mit Briketts verwenden möchtest, brauchst du einen feuerfesten Untergrund, einen Anzündkamin, eine feuerfeste Zange und hitzebeständige Handschuhe. Die Briketts werden zuerst im Anzündkamin durchgeglüht. Sobald sie eine helle Ascheschicht haben, kannst du sie unter dem Topf und auf dem Deckel verteilen.

Achte darauf, hochwertige und trockene Briketts zu verwenden. Feuchte Briketts lassen sich schlechter anzünden und liefern keine verlässliche Hitze. Auch Wind, Außentemperatur und Brikettqualität beeinflussen, wie lange und wie stark die Hitze wirkt.

Für Einsteiger ist das Kochen mit Briketts besonders praktisch, weil sich Ober- und Unterhitze gezielt steuern lassen. Du entscheidest, ob dein Gericht mehr von unten garen, von oben bräunen oder gleichmäßig schmoren soll.

Wie viele Briketts braucht ein Dutch Oven?

Wie viele Briketts ein Dutch Oven braucht, hängt von der Größe des Feuertopfs, der gewünschten Temperatur und dem Gericht ab. Auch Wetter, Wind und die Qualität der Briketts spielen eine Rolle. Deshalb ist jede Brikettanzahl immer eine Orientierung und keine starre Regel.

Als Grundprinzip gilt: Je größer der Dutch Oven, desto mehr Briketts brauchst du. Außerdem benötigen unterschiedliche Zubereitungsarten unterschiedliche Hitzeverteilungen. Eine Suppe braucht mehr Unterhitze, Brot mehr Oberhitze und Schmorgerichte eine möglichst ausgewogene Hitze von oben und unten.

Wenn du noch wenig Erfahrung hast, starte lieber mit etwas weniger Hitze und lege bei Bedarf Briketts nach. Zu wenig Hitze lässt sich korrigieren. Zu viel Hitze führt dagegen schnell dazu, dass dein Gericht am Boden ansetzt oder verbrennt.

Bei längeren Garzeiten solltest du rechtzeitig neue Briketts vorbereiten. Warte nicht, bis die erste Ladung vollständig ausgeglüht ist. So bleibt die Temperatur im Dutch Oven stabil und dein Gericht gart gleichmäßig weiter.

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Tipp: Die richtigen Briketts für deinen Feuertopf

Damit dein Dutch Oven gleichmäßig Hitze bekommt, kommt es nicht nur auf die Anzahl der Briketts an – sondern auch darauf, welche du verwendest. Die Petromax Cabix Plus Briketts sind dafür gemacht, zuverlässig Ober- und Unterhitze zu liefern, ob beim Kochen, Backen oder Grillen.

Durch ihre eckige Form lassen sie sich gut platzieren, bleiben formstabil und brennen bis zu vier Stunden. Praktisch: Nach dem Ablöschen kannst du sie sogar erneut verwenden. So hast du die Hitze besser im Griff und bist für lange Garzeiten am Feuertopf gut vorbereitet.

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Briketts richtig verteilen: Oberhitze und Unterhitze

Die richtige Brikettverteilung ist entscheidend, wenn du im Dutch Oven kochen, backen oder schmoren möchtest. Der Deckel des Feuertopfs ist dabei besonders wichtig, denn auf ihm kannst du Briketts platzieren und so Oberhitze erzeugen.

Kochen und Köcheln

Für Suppen, Eintöpfe, Chili oder Gulasch brauchst du vor allem Unterhitze. Lege deshalb den größeren Teil der Briketts unter den Dutch Oven und nur wenige Briketts auf den Deckel. So wird der Inhalt gleichmäßig erhitzt, ohne von oben zu stark zu bräunen.

Als Orientierung kannst du etwa zwei Drittel der Briketts unter dem Topf und ein Drittel auf dem Deckel platzieren.

Backen

Beim Backen im Dutch Oven brauchst du mehr Oberhitze. Das gilt besonders für Brot, Kuchen, Aufläufe oder Gerichte, die eine schöne Kruste bekommen sollen. Lege dafür mehr Briketts auf den Deckel und weniger unter den Topf.

Als Orientierung eignet sich eine Verteilung von etwa zwei Dritteln der Briketts auf dem Deckel und einem Drittel unter dem Dutch Oven.

Schmoren und Braten

Für Schmorgerichte, Braten, Schichtfleisch oder Pulled Pork ist eine gleichmäßige Hitzeverteilung ideal. Ober- und Unterhitze arbeiten zusammen, damit das Gericht langsam gart, saftig bleibt und nicht am Boden verbrennt.

Hier kannst du etwa die Hälfte der Briketts unter dem Topf und die andere Hälfte auf dem Deckel verteilen.

Wichtig ist, die Briketts nicht nur in die Mitte zu legen. Besser ist eine gleichmäßige, kreisförmige Anordnung. So vermeidest du Hotspots und sorgst dafür, dass die Hitze gleichmäßig im Dutch Oven ankommt.

Dutch Oven an der Feuerstelle nutzen

Der Dutch Oven an der Feuerstelle ist die ursprünglichste Art des Feuerkochens. Glut, Gusseisen und Zeit sorgen für genau den Geschmack, den viele mit Outdoor-Cooking verbinden. Trotzdem solltest du gerade am Anfang nicht direkt über hohen Flammen kochen.

Offene Flammen sind schwer zu kontrollieren und können den Topf punktuell zu stark erhitzen. Besser ist ein gleichmäßiges Glutbett. Darauf kannst du den Dutch Oven stellen oder ihn auf einem Grillrost über der Glut platzieren.

Ein Dutch Oven mit Füßen eignet sich besonders gut für den direkten Einsatz mit Glut und Briketts, weil der Topf etwas Abstand zur Hitzequelle hat und sicher steht. Ein Dutch Oven ohne Füße kann ebenfalls an der Feuerstelle genutzt werden, wenn du ein geeignetes Untergestell oder einen Rost verwendest.

Für Oberhitze kannst du zusätzlich glühende Briketts oder Kohlen auf den Deckel legen. Das ist besonders sinnvoll, wenn du Brot backen, Aufläufe zubereiten oder Gerichte von oben bräunen möchtest.

Achte immer darauf, dass der Untergrund feuerfest und eben ist. Halte Abstand zu brennbaren Materialien und nutze Deckelheber, Grillhandschuhe und eine feuerfeste Zange. Ein heißer Dutch Oven ist schwer und bleibt lange heiß – sichere Handhabung ist deshalb besonders wichtig.

Dutch Oven auf dem Gasgrill verwenden

Du kannst deinen Dutch Oven auch auf dem Gasgrill verwenden. Das ist besonders praktisch, wenn du kontrollierter kochen möchtest oder keine Möglichkeit hast, mit Briketts oder offener Feuerstelle zu arbeiten.

Für den Gasgrill eignen sich vor allem Dutch Oven mit flachem Boden, da sie sicher auf dem Grillrost stehen. Modelle ohne lange Standfüße sind hier meist flexibler einsetzbar.

Auf dem Gasgrill kannst du mit direkter und indirekter Hitze arbeiten.

Direkte Hitze auf dem Gasgrill

Direkte Hitze eignet sich, wenn du Zutaten im Dutch Oven anbraten möchtest. Stelle den Feuertopf über die aktive Brennerzone und lasse ihn langsam heiß werden. Danach kannst du Fleisch, Zwiebeln, Gemüse oder Gewürze direkt im Topf anrösten.

Auch der Deckel kann je nach Modell umgedreht als Pfanne verwendet werden. So kannst du Beilagen, Speck, Eier oder Gemüse direkt auf dem Grill zubereiten.

Indirekte Hitze auf dem Gasgrill

Für Schmorgerichte, Braten, Brot oder Schichtfleisch ist indirekte Hitze besser geeignet. Dabei steht der Dutch Oven nicht direkt über der stärksten Brennerzone. Der Deckel des Gasgrills bleibt geschlossen, sodass die Hitze um den Feuertopf zirkuliert.

So entsteht ein ähnlicher Effekt wie im Backofen. Die Wärme kommt von allen Seiten, während das Gusseisen die Temperatur stabil hält. Je nach Rezept kannst du dich häufig an einem Temperaturbereich von etwa 160 bis 200 °C orientieren.

Der Vorteil beim Dutch Oven auf dem Gasgrill: Du kannst die Hitze leichter regulieren als an der Feuerstelle. Für Einsteiger ist das eine sehr gute Möglichkeit, das Kochen mit dem Dutch Oven auszuprobieren.

Dutch Oven im Backofen nutzen

Auch im Backofen kannst du mit dem Dutch Oven kochen. Das ist ideal, wenn du wetterunabhängig arbeiten möchtest oder keine Outdoor-Küche zur Verfügung hast.

Im Backofen funktioniert der Dutch Oven wie ein schwerer Bräter aus Gusseisen. Du stellst ihn auf den Rost, wählst die gewünschte Temperatur und bereitest dein Gericht nach Rezept zu. Besonders Dutch Oven mit flachem Boden sind dafür unkompliziert geeignet.

Brot gelingt im Dutch Oven besonders gut, weil der geschlossene Topf die Feuchtigkeit im Inneren hält. Dadurch kann der Teig gut aufgehen und eine kräftige Kruste entwickeln. Auch Schmorgerichte, Braten, Aufläufe, Eintöpfe oder Ofengerichte profitieren von der gleichmäßigen Wärmespeicherung des Gusseisens.

Wenn dein Gericht am Ende stärker bräunen soll, kannst du den Deckel für die letzten Minuten abnehmen. Behalte es dann aber gut im Blick, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Dutch Oven auf dem Herd verwenden

Je nach Modell kannst du den Dutch Oven auch auf geeigneten Herdplatten verwenden. Besonders Feuertöpfe mit flachem Boden lassen sich als schwerer Kochtopf oder Bräter einsetzen.

Auf dem Herd eignet sich der Dutch Oven zum Anbraten, Kochen und Schmoren. Du kannst Zutaten zunächst bei mittlerer Hitze anrösten, Flüssigkeit zugeben und das Gericht anschließend langsam weitergaren lassen.

Wichtig ist, den Dutch Oven nicht schlagartig extrem zu erhitzen. Gusseisen braucht etwas Zeit, um Temperatur aufzunehmen. Mittlere Hitze reicht in vielen Fällen aus. Bei empfindlichen Kochfeldern solltest du den schweren Feuertopf vorsichtig absetzen und nicht über die Fläche ziehen.

Tipps zum Kochen mit dem Dutch Oven

  • Erhitze den Dutch Oven nicht über längere Zeit leer. Gib rechtzeitig Öl, Fett oder Zutaten in den Topf, damit das Gusseisen nicht unnötig stark belastet wird.
  • Gieße niemals kaltes Wasser in einen sehr heißen Dutch Oven. Der plötzliche Temperaturunterschied kann dem Material schaden. Lass den Topf erst etwas abkühlen oder verwende warme Flüssigkeit.
  • Koche sehr säurehaltige Gerichte nicht zu lange in einem Dutch Oven mit noch junger Patina. Viel Essig, Zitronensaft oder stark säurehaltige Zutaten können die Schutzschicht angreifen.
  • Nutze immer hitzebeständiges Zubehör. Deckelheber, Grillhandschuhe, Kohlezange und ein sicherer Untersetzer machen das Kochen mit Gusseisen deutlich sicherer.
  • Stelle den heißen Feuertopf nach dem Kochen auf einen geeigneten Dutch Oven Untersetzer. Gusseisen speichert Hitze lange und kann empfindliche Oberflächen beschädigen.
  • Reinige den Dutch Oven nach der Nutzung möglichst zeitnah mit warmem Wasser und einem geeigneten Schaber oder einer Bürste. Danach sollte er gründlich getrocknet und dünn eingeölt werden, damit die Patina geschützt bleibt.

Häufige Fragen

Wie kocht man mit einem Dutch Oven?

Mit einem Dutch Oven kochst du über gleichmäßige Hitze. Du kannst den Feuertopf mit Briketts, an der Feuerstelle, auf dem Gasgrill, im Backofen oder auf geeigneten Herdplatten verwenden. Wichtig ist, die Hitze langsam aufzubauen und je nach Gericht zwischen Oberhitze und Unterhitze zu unterscheiden.

Wie benutze ich einen Dutch Oven mit Briketts?

Erhitze die Briketts zuerst in einem Anzündkamin, bis sie vollständig durchgeglüht sind. Danach verteilst du sie je nach Gericht unter dem Dutch Oven und auf dem Deckel. Für Suppen brauchst du mehr Unterhitze, für Brot mehr Oberhitze und für Schmorgerichte eine ausgewogene Verteilung.

Wie viele Briketts brauche ich für den Dutch Oven?

Die Anzahl der Briketts hängt von der Größe des Dutch Ovens, dem Gericht, der gewünschten Temperatur und den äußeren Bedingungen ab. Wind, Kälte und Brikettqualität beeinflussen die Hitze. Deshalb sind Brikettangaben immer Richtwerte. Starte lieber vorsichtig und lege bei Bedarf nach.

Kann man einen Dutch Oven auf dem Gasgrill benutzen?

Ja, du kannst einen Dutch Oven auf dem Gasgrill benutzen. Besonders Modelle mit flachem Boden eignen sich gut für den Grillrost. Zum Anbraten nutzt du direkte Hitze, für Schmorgerichte, Brot oder Braten ist indirekte Hitze bei geschlossenem Grilldeckel ideal.

Kann man einen Dutch Oven im Backofen verwenden?

Ja, ein Dutch Oven kann im Backofen verwendet werden, wenn das Modell dafür geeignet ist. Besonders Feuertöpfe ohne Füße stehen sicher auf dem Backofenrost. Im Backofen eignet sich der Dutch Oven sehr gut für Brot, Braten, Schmorgerichte, Aufläufe und Eintöpfe.

Kann man den Dutch Oven auf dem Herd benutzen?

Viele Dutch Oven mit flachem Boden können auf geeigneten Herdplatten verwendet werden. Sie eignen sich dort zum Anbraten, Kochen und Schmoren. Wichtig ist, den Topf langsam zu erhitzen und bei empfindlichen Kochfeldern vorsichtig abzusetzen.

Was kann man im Dutch Oven kochen?

Im Dutch Oven kannst du Schichtfleisch, Gulasch, Chili, Pulled Pork, Braten, Suppen, Eintöpfe, Brot, Aufläufe und sogar Desserts zubereiten. Auch vegetarische Gerichte wie Schmorgemüse, Linseneintopf, Risotto oder Fladenbrot gelingen im Feuertopf sehr gut.

Muss ich den Dutch Oven vorheizen?

Für viele Gerichte ist es sinnvoll, den Dutch Oven langsam vorzuheizen, besonders wenn du Zutaten anbraten möchtest. Beim Backen oder Schmoren hängt es vom Rezept ab. Wichtig ist, Gusseisen nicht zu schnell und nicht unnötig leer stark zu erhitzen.

Noch mehr Wissen rund um den Dutch Oven


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